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Design-Studie auf Ford-Ka-Basis
Studentenwerk
Nach der Devise "Ein Weniges ist oft ein Mehr" bauten Jungdesigner einen Ford Ka zum puristischen Freizeitauto um. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Um neue Ideen ins Haus zu holen, gibt es für Autokonzerne zwei Möglichkeiten. Die erste: Man beauftragt einen externen Designprofi. Dieser bringt seine Denkfabrik auf Touren und fertigt zunächst Zeichnungen und Tonmodelle, danach die eigentliche Studie und zum Schluss eine saftige Rechnung an. Die Alternative: Man nimmt ein beliebiges Auto vom Band und gibt es mit den Worten "Macht mal" an die Uni Essen. So geschehen im Falle Ford, wo ein Ka in den Händen von sieben Designstudenten zum BeachCruiser mutierte.

"Alles Überflüssige haben wir rausgeschmissen", sagt Georg Godde, einer der Väter des Spaßautos, das an eine moderne Version des Citroën 2CV erinnert. Wie bei der Ente sind Technik und Ausstattung aufs Wesentliche reduziert. Das Wenige, das übrigblieb, ist dafür multifunktional: So lässt das Rolldach nicht nur Licht und Luft ins Auto, sondern kann komplett demontiert und wie eine Luftmatratze aufgeblasen werden. Auch die mit Rattan bespannten Sitze sind herausnehmbar und dienen als Strandbuggy oder -hocker.

Wer mag, kann auch gleich ein Stück vom Armaturenbrett mit ans Wasser nehmen: Die Tachoeinheit fungiert gleichzeitig als Gameboy. Der Fahrzeugboden ist eben, mit Gummi ausgekleidet und daher Gartenschlauch-resistent – zwei Stöpsel zum Wasserlassen sind vorhanden. Das Prädikat Abwaschbar gilt auch für den Rest des Innenraums, in dem sämtliche Metalloberflächen wie zu Käfers-Zeiten schlicht in Wagenfarbe lackiert sind.

Der BeachCruiser hebt sich wohltuend vom Panzerspähwagen-Design vieler Funcar-Studien ab. Auch deshalb sollte Ford über das Gute-Laune-Auto einmal nachdenken.



Die kreativen Sieben

Das Rolldach à la Ente lässt sich abnehmen und zur Luftmatratze aufblasen. Praktische Heckklappe. Abwaschbarer Innenraum mit Strandkorb-Sesseln.

Marc-Daniel Nowald
Sebastien Lienhard
Georg Godde
Holger Cayenz
Florian Wendt
Stefan Rittweger
Holger Manninger